Die Schülerfirma
Die erste Entscheidung treffen die Schüler/Innen durch die Festlegung auf Gegenstände, die in der Technikwerkstatt hergestellt werden können. Metall, Kunststoff, Holz, Elektronik sind die Materialien, mit denen die Schüler/Innen von der Ausstattung her arbeiten können.
Der Werkstoff Kunststoff ist für die Schüler/Innen die erste Materialwahl. Mit diesem Material und den Gegenständen wird eine Produktfindung initiiert. Ein Einführungsprojekt macht die Schüler/Innen mit dem Material und den Bearbeitungsmöglichkeiten vertraut. Eine Reihe von Gegenständen wird von ihnen hergestellt, verändert und neu gestaltet: Bilderrahmen, Bleistifthalter, Kugelschreiberhalter, Tischreiter, Preisschilder und Reklamehalter.
Am PC werden Reklamezettel entwickelt, Fotos gemacht und eingefügt, Preise kalkuliert, Gewinne berechnet. Die Schüler/Innen versuchen nun für die Gegenstände Käufer zu finden. Eine Gruppe hatte bereits Erfolg. Für den Tresen eines Fitnesscenters wurden Tischreiter hergestellt. Der Auftrag ist zur Zufriedenheit abgewickelt worden.
Parallel dazu wurde ein zweiter Geschäftsbereich gegründet, die Herstellung von so genannten Hirnverzwirnern. Hirnverzwirner sind Puzzles, zu deren Lösung das Hirn manchmal verknotet werden muss. Bekannt sind der Soma- Würfel, Turm von Hanoi, Zauberkreuz und andere.
Diese Hirnverzwirner stellt die Schülerfirma jetzt schon im vierten Jahr als Preise für den Mathematikwettbewerb (Mathe- Knobelei) der Bezirksregierung zu großer Zufriedenheit des Kunden her.
Die Idee der Schülerfirma ist ausbaufähig. Vorstellbar ist, den gesamten Wahlpflichtbereich der 9. Klassen als Schülerfirma mit unterschiedlichen Abteilungen zu organisieren.
Ulrich Jucknischke


